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Ausstellungen

A DOOR LIKE A WALL

Kaoli Mashio

Vor etwas mehr als einem Jahr hat BLOOM seine Türen in der Planetenstraße 1 in Bilk eröffnet, nun findet dort mit derjenigen von Kaoli Mashio (*1976) bereits die 13. Ausstellung statt.

Die Künstlerin, eine Meisterschülerin von Peter Doig an der Düsseldorfer Kunstakademie, lebt und arbeitet in Düsseldorf und war bereits letztes Jahr Teil einer Gruppenausstellung im BLOOM, nun zeigt sie im ganzen Raum ihre Arbeiten unter dem Titel A Door Like a Wall. Zur gleichen Zeit wird eine Installation mit dem Titel A Bigger Door Like A Wall im Salon des Amateurs gezeigt, die dasselbe Motiv aufgreift.

Was mit dem Ausdruck „A Door Like a Wall“ gemeint ist, erschließt sich den Betrachter:innen augenblicklich beim Betreten des Raumes: Gezeigt werden sieben, zum Großteil kleinformatige Malereien, die fast ausschließlich dasselbe rechtwinklig angeordnete Muster aus länglichen Rechtecken und Linien darstellen. Diese Wände, vor denen sich die Besucher:innen der Ausstellung wiederfinden, bilden eine gleichmäßige Oberfläche: Es gibt keine Unregelmäßigkeiten in den sorgsam aufgetragenen Pinselstrichen, keine Öffnungen wie Fenster, Durchgänge, Schlüssellöcher, Türspalten oder Griffe, die das Individuum einladen, in den gemalten Raum einzutauchen, geschweige denn erkennen lassen, ob es sich tatsächlich vor einer Tür oder einer Wand befindet. Dieses Motiv der Wand, mit dem sich Mashios Praxis in der letzten Zeit beschäftigt hat, die Eigenschaften von Offenheit und Geschlossenheit, Höhe und Tiefe der realen Gegenstände, werden von der Künstlerin aufs Äußerste reduziert und erscheinen als reine Form.

Zugleich wirken die Arbeiten ungemein subtil, indem die Farben der Bilder zart gehalten sind und jeder Strich sensibel und bedächtig aufgetragen erscheint. Es entsteht der Eindruck, Mashios Pinsel würde sich nur langsam an der Leinwand entlangtasten, für jede Form und jedes Werk aufs Neue, immer mit derselben Sorgfalt und Sensibilität. Diese Leichtigkeit der Malerei überträgt sich auch auf die gesamte Ausstellung und erfüllt den Raum mit einer meditativen Stimmung. Jeder Arbeit wird genügend Freiraum gelassen und die kleinen Formate laden zum Nähertreten ein. So entsteht ein intimer Dialog mit dem Individuum, das trotz deren Zweidimensionalität in den Bildern versinkt.

Unter Besprechung findet ihr Ausstellungsrezensionen aller Art – sei es die Blockbuster-Ausstellung in der großen Institution, oder die im kleinen Offspace, der junge Positionen zeigen und fördern möchte. Lokale und umliegende Ausstellungen in Düsseldorf und im Rheinland werden hier gesammelt und machen Lust auf einen Besuch der hier besprochenen Shows.

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